Währungen - Aktuelle Nachrichten und Analysen
Der Euro fällt auf ein neues Jahrestief. Schuld daran ist die Energiekrise, insbesondere das fehlende Gas durch die Nordstream 1.
Am Montagmorgen hat der Euro seinen traurigen Tiefpunkt erreicht - er ist auf ein neues 20-jahres-Tief gesunken. Die europäische Währung fiel mit nur noch 0,9884 Dollar für einen Euro auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2002.
Der Tiefstand ist auf die Energiekrise zurückzuführen, so in verschiedenen Medienberichten zu lesen. Demnach hätte der durch Gazprom (RU0007661625) angeordnete Lieferstopp von Gas zum Schwächeanfall des Euros geführt. Seit Mittwoch dauert der Lieferstopp durch die Pipeline Nordtsream 1 an – erst wegen Wartungsarbeiten, dann wegen eines vermeintlichen Öllecks, der seit Freitag an der Pipeline repariert wird. ...
Im Anschluss an das Notenbanktreffen in Jackson Hole in den USA vom Wochenende ist der US-Dollar-Index auf den höchsten Stand seit 20 Jahren gestiegen. Im Zuge dessen kam auch die indische Rupie unter verstärkten Druck und markierte heute im frühen Handel ein neues Allzeittief gegen den US-Dollar, bevor die indische Notenbank mit Dollarverkäufen in den Devisenmarkt intervenierte. Dies dürfte den sich verstärkenden Abwertungsdruck jedoch nur kurzfristig lindern. Die Rupie dürfte ohne deutliche Zinserhöhung auch weiterhin zur Schwäche neigen.
Presseberichten zufolge hat die indische Zentralbank heute am Devisenmarkt zugunsten der indischen Rupie interveniert, nachdem diese gegenüber dem US-Dollar ein neues Allzeittief erreicht hatte. ...
Der Euro ist gegen die Kapitalflucht-Währungen Schweizer Franken und Singapur-Dollar in der letzten Woche auf ein neues Allzeittief gefallen und wird gegen die Weltreserve-Währung US-Dollar nur noch von einer letzten signifikanten Unterstützung aus dem Jahre 2002 gebremst. Die Disparitäten in geldpolitischer Glaubwürdigkeit sowie im Zinsniveau zeigen einen höheren Handlungsdruck seitens der EZB. Eine Erhöhung der Leitzinsen um 0,75 % im September durch die EZB könnte dem Euro kurzfristig etwas schwächeren Abwertungsdruck verschaffen. An den langfristigen Perspektiven relativ wirkungsloser Geldpolitik ändert dies aber nichts.
Die Wechselkursentwicklung des Euros gegen den Schweizer Franken (EU0009654078) und des Euros gegen den Singapur-Dollar (EU0006169948) haben eines gemeinsam: Die Gemeinschaftswährung fiel in den vergangenen fiel gegen sie in der vergangenen Woche jeweils auf ein neues Allzeittief, wie Chart 1 und Chart 2 zeigen. ...
Die Währung der größten Volkswirtschaft Afrikas, der nigerianische Naira, zeigt nach den jüngsten Inflationszahlen für Juli zusätzliche Schwäche. Ein langfristiger Blick auf die Entwicklung des Außenwertes des Naira gegenüber dem US-Dollar zeigt ein niedriges Potenzial der Landeswährung als Wertaufbewahrungsmittel. Auch weitere Zinserhöhungen dürften den Wechselkurs nur kurzfristig bremsen. Der Naira erinnert damit daran, dass man Vertrauen in eine Währung nicht in hinreichendem Maße durch Zinserhöhungen und administrative Regulierung aufbauen kann.
Aus Europa-zentrierter Sicht ist die Bedeutung der nigerianischen Währung oft sehr begrenzt. Allerdings ist der nigerianische Naira die Währung der größten Volkswirtschaft Afrikas mit seinen 220 Mio. Einwohnern. Und alleine dieser Umstand legt nahe, dass man auch die Währung des Landes nicht völlig ausblendet. ...
Die Entscheidung der chinesischen Notenbank, das 2. Mal in diesem Jahr die Zinsen zu senken, hat die Sorgen vor einer starken Wachstumsdynamik im Reich der Mitte wieder deutlich vergrößert. Die Entscheidung dürfte eine Reaktion auf die schwachen Kreditdaten vom vergangenen Freitag sein. Der chinesische Yuan gab im Anschluss an die Veröffentlichung deutlich nach. Mittelfristig ist zu vermuten, dass der Außenwert des chinesischen Yuan nicht das zentrale Steuerungsparameter für die Stabilisierung der chinesischen Volkswirtschaft ist. Der Yuan könnte deshalb in den kommenden Wochen gegen den US-Dollar weiter nachgeben.
Die jüngsten Nachrichten aus China zeigen, dass sich die dortige Konjunktur deutlich schneller abzukühlen scheint als bislang vermutet. ...
Die jüngsten Korrelationen zwischen der Entwicklung des Euro-Wechselkurses zum US-Dollar und der Entwicklung der Rendite 10-jähriger deutscher Staatsanleihen werfen Fragen auf. Wir betrachten die Entwicklung im Kontext der Entwicklung des Target-2-Saldos. Es zeigen sich stärker werdende Umrisse von externen Bonitätsrisiken für deutsche Staatsanleihen. Ein Schlüsselmechanismus des Einsickerns von Kreditrisiken in die Staatsschuld Deutschlands ist dabei der neue TPI-Mechanismus der EZB.
In den letzten Wochen zeigt sich bei einem Vergleich des Wechselkurses des Euros zum US-Dollar (EU0009652759) etwas, was impulstechnisch seit der Einführung des Euro nur einmal auf kleinerer Zeitebene gab. ...
Die türkische Lira hat auf die explodierende Inflationsrate mit einem neuen Abwertungsschub reagiert. Ein negativer Realzins von minus 65 % läßt eine weitere drastische Abwertung nicht nur gegen den US-Dollar erwarten. Das Vertrauen in die türkische Geldpolitik und die Reputation der türkischen Zentralbank ist durch die massive politische Intervention des türkischen Präsidenten Erdogan ebenso massiv geschädigt worden. Bei Investitionen in die türkische Lira erscheint eine Wechselkurs-Sicherung geboten.
In unserem letzten Beitrag zur türkischen Lira ,,Türkische Lira leidet weiter unter starkem politischen Einfluss‘‘ vom 04.04.2022 gingen wir zuletzt auf die massive politische Intervention des türkischen Präsidenten Erdogan in die Geldpolitik des Landes ein und skizzierten die Effekte dieser Intervention auf die Geldwertstabilität der Türkei. ...
Bitcoin hat sich nach dem kräftigen Kurseinbruch im Juni 2022 derzeit wieder stabilisiert. Grund genug für einen charttechnischen Rückblick auf die Trenddynamik des Krypto-Elefanten. Dieser ergibt, dass Bitcoin in einer ambivalenten charttechnischen Situation steckt. Ein Monatsschluss unterhalb von 19.891 Dollar wäre ein deutliches Signal, dass der Wachstumsmythos des Kryptomarktes einen empfindlichen Dämpfer in der Psyche der Investoren bekommen hat. In diesem Fall ist mittelfristig ein Test der dynamischen Unterstützung im Bereich von 6.200 Dollar zu erwarten.
Am jüngsten Kursrutsch des Krypto-Elefanten Bitcoin und der meisten anderen Kryptowährungen scheinen sich offensichtlich wieder einmal die Investorengeister zu scheiden. ...
Der Euro ist heute gegen den US-Dollar auf den tiefsten Stand seit 20 Jahren gefallen. Er markiert damit aus charttechnischer Perspektive das Ende einer gut 7 Jahre dauernden Zwischenerholung. Der neue Abwertungsimpuls läßt die Parität zum US-Dollar kurzfristig erreichbar, aber auch nur als eine Zwischenstation zu noch deutlich tieferen Euro-Kursen erscheinen. Wie deutlich die Euro-Schwäche ist, zeigt aber neben der Wechselkurs-Entwicklung zum US-Dollar vor allem die Entwicklung zum Gold eindrücklich.
Der heutige Tag markiert für den Wechselkurs des Euros gegen den US-Dollar (EU0009652759), aus charttechnischer Perspektive ist dies ein Ende und ein Anfang. ...
Im Zuge des laufenden brasilianischen Präsidentschaftswahlkampfes sind auch Forderungen nach einer lateinamerikanischen Gemeinschaftswährung aufgekommen. Ein näherer Blick zeigt allerdings, dass die Startbedingungen für eine solche alles andere als optimal sind. Neben den Rivalitäten zwischen Brasilien und Argentinien ist es insbesondere die starke Divergenz des argentinischen Peso zu den Währungen der anderen Mercosur-Staaten, welche einer erfolgreichen Einführung einer Gemeinschaftswährung in Lateinamerika entgegensteht.
Im derzeit laufenden brasilianischen Präsidentschaftswahlkampf hat sich der heiße Favorit Lula da Silva schon einmal Hilfe von ganz oben geholt. Denn er sagte vor einigen Wochen, dass, wenn Gott es wolle, Brasilien eine gemeinsame Währung für Lateinamerika schaffen könne, denn man wolle nicht vom US-Dollar abhängig sein. ...
Ermittlungsfirmen konnten die Hacker zurückverfolgen. Mutmaßlich steckt Nordkorea hinter dem Hacker-Angriff. 100 Mio. US-Dollar sind dem US-Unternehmen Horizon Bridge gestohlen worden.
Der Angriff erfolgte bereits in der vergangenen Woche. Nachdem drei Ermittlungsfirmen darauf angesetzt worden sind, lautet die offizielle Mitteilung, dass dem US-Unternehmen Horizon Bridge, einem von der Harmony-Blockchain betriebenen Dienst, Opfer nordkoreanischer Hacker wurde. Bei diesem Cyber-Angriff sind 100 Millionen US-Dollar in Kryptowährung gestohlen worden.
Frühere Angriffe ähneln dem Cyber-Angriff
Chainalysis, ein Blockchain-Unternehmen, das mit Harmony zusammenarbeitet, um den Angriff zu untersuchen, twitterte am Dienstag, dass die Vorgehensweise des Angriffs und die hohe Geschwindigkeit der strukturierten Zahlungen an einen Mischer, mit denen die Herkunft der Gelder verschleiert werden soll, früheren Angriffen ähneln, die mit Nordkorea in Verbindung gebracht werden konnten. ...
Die stärker als erwartet ausgefallene gestrige Zinserhöhung der ungarischen Notenbank hat den Außenwert des ungarischen Forint nur wenig gestützt. Die Zentralbank läuft in den Augen offensichtlich in den Augen einiger Investoren der realen Inflationsentwicklung hinterher. Die anhaltend hohe Inflation und ein geringeres erwartetes Wachstum dürften auch in den kommenden Monaten den Handlungsdruck auf die Notenbank hochhalten. Investoren sollten auch nach der deutlichen Abwertung des Forint gegen den US-Dollar und den Euro eine Währungsabsicherung prüfen.
Die ungarische Notenbank hat gestern die Leitzinsen deutlich stärker angehoben als von Analysten erwartet worden war. Der Leitzins wird statt wie erwartet um 50 Basispunkte nun um 185 Basispunkte auf 7,75 % angehoben, der Einlagensatz steigt um 135 Basispunkte auf 7,25 %. Dies war der größte Zinsschritt der ungarischen Zentralbank seit der Finanzkrise 2008! ...
Der chilenische Peso hat in der vergangenen Woche im Zuge des deutlich nachgebenden Kupferpreises ein neues Allzeittief gegen den US-Dollar markiert. Dabei lasten auf Chiles Landeswährung aber auch die Zinserhöhungen der Notenbank sowie die Unsicherheit über den Ausgang der Volksabstimmung über die neue Verfassung Anfang September 2022. Derzeit deutet das Abwärts-Momentum des Pesos auf einen weiter nachgebenden Außenwert zum US-Dollar. Eine Erholung des Kupferpreises dürfte dagegen zu einer spürbaren (Zwischen-) Erholung der chilenischen Landeswährung führen.
Die chilenische Zentralbank ist derzeit nicht zu beneiden. Denn sie steht vor einem diffizilen Balanceakt bei ihrer Geldpolitik. Denn die Verbraucherpreise steigen so schnell wie seit Jahrzehnten nicht mehr, und gleichzeitig ist die chilenische Volkswirtschaft im 1. Quartal 2022 geschrumpft. ...
Nach dem Bruch seines Aufwertungstrends gegen den Singapur-Dollar im März 2022 hat der Euro eine neue Schwächephase eingeläutet. Im April und Mai 2022 beschleunigte sich die Abwertung, wobei der Euro mit seiner schwachen Erholung in einen sich verstärkenden Abwärtstrend Letzteren nochmals bestätigte. Ein Unterschreiten der Schwelle von 1,4357 SGD je Euro dürfte weiteres Abwärts-Momentum für den Euro auslösen, welches schnell zu einem Test des Allzeittiefs aus dem Jahr 2000 bei 1,403 SGD je Euro führen dürfte. Investoren, die diese Entwicklung erwarten, können daran mit dem JP Morgan SGD Liquidity LVNAV Agency (dist.) partizipieren.
Bei der Frage, welche Alternativen es für den Euro gibt, fällt das Auge meistens entweder auf die Fluchtwährung US-Dollar oder den Schweizer Franken, beides aus guten Gründen. ...
In diesem Jahr verlor der Bitcoin bereits 60 % seines Wertes. Große Token brechen ein. Celsius folgt der Konkurrenz auf dem Fuße. Anleger berichten „Reuters“, wie es ihnen derzeit geht. Sammelklage gegen Terra (LUNA) und Stablecoin UST.
Die größte Kryptowährung ist immer noch Bitcoin (DE000A1TNV91), die im November 2021 einen Wert von je 60.000 US-Dollar aufwies. Der gesamte Krypto-Markt wies zu diesem Zeitpunkt einen Rekordwert von 3 Billionen US-Dollar auf. Dann folgte jäh das Gemetzel – und es scheint kein Ende zu nehmen. Seit seinem einstigen Hoch bei 60.000 USD hat der Bitcoin bis jetzt über 60 % verloren. Am Montagabend rutschte die Kryptowährung erneut unter die 20.000-Dollar-Marke und der Krypto-Markt crashte bisweilen auf einer Bewertung von 900 Milliarden US-Dollar. ...
Nachdem die Schweizerische Notenbank in der vergangenen Woche die Leitzinsen stärker angehoben hat als die EZB, ist der Schweizer Franken in eine neue Aufwertungsphase gegen den Euro übergegangen. Diese dürfte den Franken bald auf und unter Parität zum Euro bringen. Damit zeigt der Kapitalmarkt der Geldpolitik der EZB im Spiegel der Kapitalflucht in den Schweizer Franken die ,,gelbe Karte‘‘.
Der Präsident des Direktoriums der Schweizerischen Notenbank (SNB), Thomas Jordan, redete am 16.06.2022 nicht lange um den heißen Brei herum. Die erste Zinserhöhung der Schweizer Notenbank seit rund 15 Jahren habe das Ziel zu verhindern, dass die
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Inflation in der Schweiz breiter auf Waren und Dienstleistungen übergreift. Dazu könne es nötig werden, dass es in absehbarer Zukunft weitere Zinserhöhungen geben werde. Zur Sicherung angemessener monetärer Bedingungen sei Nationalbank zudem falls notwendig bereit, am Devisenmarkt zu intervenieren. ...