Lauftipps, Laufberichte + Infos zum Lauftraining
Heute vor fünf Jahren habe ich den ersten Artikel in diesem Blog veröffentlicht. Wenn mich damals jemand gefragt hätte, ob es dieses Blog im Jahr 2026 noch gibt, hätte ich wahrscheinlich Ja gesagt. Ich hatte mir viel vorgenommen. Manches davon ist eingetreten, einiges nicht und vieles ist komplett anders gekommen, als ich es damals erwartet habe. Ich kann mich noch gut an die ersten Reaktionen nach dem Start erinnern. Einige wussten gar nicht, was ein Laufblog ist. Andere fragten, warum ich bloggen wollte. Damals waren Blogs völlig out. Die meisten Läufer posteten auf Facebook und Instagram oder veröffentlichten Videos auf YouTube. Ich nutze diese Plattformen nur fürs Marketing. Meine Artikel poste ich lieber auf meinem eigenen Blog. Die Entwicklung von Twitter/X zeigt, dass das der richtige Weg war. Vor fünf Jahren gab es dort eine aktive Laufcommunity. Inzwischen sind die meisten zu anderen Anbietern abgewandert. Wenn ich meine Artikel auf X gepostet hätte, wären sie vergessen worden. Auf meinem Blog existieren sie weiterhin und werden heute noch gelesen. Das erste Interview Ich hatte mir beim Start schon vorgenommen Interviews zu veröffentlichen. Aber wen sollte ich interviewen und würde sich überhaupt jemand dafür interessieren? Vier Monate nach dem Start las ich einen Online-Artikel über einen Läufer, der einen Marathon zurücklegte, bei dem er auf einem Bein hüpfte. Emin da Silva hieß der Extremsportler. Ich war von der Geschichte fasziniert und dachte mir, den würde ich gerne interviewen. Aber würde sich so jemand überhaupt mit einem Blogger unterhalten, dessen Laufblog erst wenige Monate existierte und das kaum jemand kannte? Ich fasste mir ein Herz und schrieb ihn an. Er antwortete mir innerhalb eines Tages. Kurz danach telefonierten wir eine Stunde lang. Er war sehr freundlich und lieferte mir eine Menge Stoff für mein erstes Interview. Danach wusste ich, wohin die Richtung gehen sollte. Ich wollte Interviews mit Menschen führen, die genauso laufbegeistert sind wie ich und die etwas zu erzählen haben. Meine Leser sehen das wohl ähnlich. Die Interviews zählen zu den beliebtesten Inhalten des Blogs. Laufberichte Wenn am Wochenende der Luxemburg-Marathon stattfindet, merke ich das an den steigenden Aufrufzahlen. Gleiches gilt für den Wings of World Life Run, den Bienwald-Marathon und andere Läufe. Viele Läufer informieren sich einige Tage vor dem Start über den entsprechenden Wettbewerb und landen auf dem entsprechenden Blogartikel. Das gilt aber nicht nur für die großen Veranstaltungen. Auch die Artikel über den Neckar-Run und den Sandhofer Straßenlauf werden gerne gelesen. Parkrun Kurz nach dem Start wurde ich gefragt, ob ich auch über Parkrun schreiben würde. Na klar, das hatte ich vor. Ich schrieb Artikel über den ersten Parkrun in Heidelberg, über einen Blindenguide-Workshop, ein Barfuß-Special und eine Defibrillator-Schulung. All diese Veranstaltungen standen mit Parkrun in Verbindung und die entsprechenden Berichte wurden gerne gelesen. Umso erstaunlicher ist, dass es meines Wissens nach kein anderes deutschsprachiges Blog gibt, das öfters über Parkrun schreibt. Den offiziellen Blog klammere ich jetzt mal aus. Dabei liefert die wöchentliche Laufveranstaltung doch so viele Geschichten, über die es sich zu schreiben lohnt.
Christian Vetter ist innerhalb von zwei Jahren die SuperHalfs gelaufen. Das sind sechs Halbmarathons in sechs europäischen Metropolen. In meinem Interview mit ihm schildert er, was er dabei erlebt hat. Christian Vetter ist 44 Jahre alt und arbeitet in einer Spedition als Nachhaltigkeitsbeauftragter. Er ist bisher 96 Parkruns gelaufen und war 59 Mal als Helfer aktiv. Über Parkrun Warum hilfst du bei Parkrun? Das Konzept von Parkrun entspricht meinen persönlichen Einstellungen. Ich engagiere mich gerne. Außerdem würde Parkrun ohne Helfer nicht funktionieren. Ich bin auch als Blindenguide aktiv. Ich habe Dirk bereits bei meinem ersten Parkrun kennengelernt. Ich war fasziniert von der Guide-Tätigkeit und habe ihn gefragt, ob er mit mir laufen will. Dadurch, dass ich relativ groß bin und er nur etwas kleiner ist, hat es gut gepasst. Wenn er ins Straucheln kommt, kann ich ihn mit meiner Körperkraft gut auffangen. Wir wohnen nicht weit auseinander und laufen auch während der Woche miteinander. Über seine Teilnahme bei den SuperHalfs Du hast mir erzählt, dass du die SuperHalfs geschafft hast. Was ist das? Die SuperHalfs sind ein Zusammenschluss von sechs europäischen Halbmarathons. Es ist also eine Laufserie. Wenn man sie alle absolviert hat, ist man ein sogenannter Super-Runner und bekommt die SuperHalfs-Medaille. Ursprünglich waren es fünf Städte und es gab eine zeitliche Begrenzung. Damals mussten die Halbmarathons innerhalb von 60 Monaten gelaufen werden. 2024 kam der Berliner Halbmarathon dazu. Zu diesem Zeitpunkt war die Laufserie so überbucht, dass man fast keine Chance mehr auf einen Startplatz hatte. Deshalb wurde die Zeitbegrenzung aufgehoben. Wie lange hast du für die SuperHalfs gebraucht? Ich habe genau zwei Jahre gebraucht. Im März 2024 habe ich in Prag angefangen. Mein letzter SuperHalfs-Lauf war im März 2026 in Berlin. Wie bist du auf die Idee gekommen, die SuperHalfs zu laufen? Es war purer Zufall. Nachdem ich 2023 den Frankfurt-Marathon gelaufen bin, wollte ich mal im Ausland laufen und habe geguckt, wohin es eine gute Zugverbindung gibt. Dadurch bin ich zum Prag-Halbmarathon gekommen. Das war sechs bis acht Wochen vor dem Start. Damals gab es noch freie Startplätze. Ich habe mich angemeldet und bin hingefahren. Erst danach habe ich von den SuperHalfs erfahren und nachträglich mein Ergebnis noch eintragen lassen. Ich habe beim Start also gar nicht das Ziel gehabt, an der Laufserie teilzunehmen. Mir hat es in Prag gut gefallen und es motiviert mich, meinen Laufsport mit dem Kennenlernen neuer Städte zu kombinieren. Der zweite Lauf von mir war in Cardiff und da wusste ich schon, dass ich die Laufserie abschließen wollte. Ich hatte mir vorgenommen, drei Läufe im Herbst und im Frühjahr zu laufen. Am Anfang gab es noch keine Verlosung. Wer sich frühzeitig anmeldete, bekam einen Startplatz. Ab 2025 ist die Laufserie explodiert. War es schwierig für dich, für alle Läufe einen Startplatz zu bekommen? Es gibt mehrere Möglichkeiten einen Startplatz zu bekommen. Über den offiziellen Veranstalter ist es ab 2025 schwierig geworden, weil die Laufserie so explodiert ist. Generell sind Halbmarathons als Laufstrecke sehr beliebt. In Lissabon ist der Server komplett zusammengebrochen und die Startplatzvergabe musste verschoben werden. Bis dahin war es für mich noch relativ einfach. Die Startplatzvergabe startete um 10 Uhr. Zu dieser Zeit saß ich im Büro und konnte mich per Handy registrieren. Danach starteten die Verlosungen. Da ist es einfach Glückssache, ob man einen Startplatz bekommt oder nicht. Eine weitere Möglichkeit ist die Buchung über einen offiziellen Laufreise-Veranstalter. Ich habe meine Teilnahmen in Cardiff und Lissabon darüber organisiert und dadurch meine Startnummern bekommen. In Berlin und in Valencia habe ich meinen Startplatz selbst reserviert und nur das Hotel bei einem Veranstalter gebucht. Was kannst du über die einzelnen Läufe sagen? Valencia ist der kleinste Lauf von allen und dort ist es am schwierigsten einen Startplatz zu bekommen. Es gibt nur 18.000 Startplätze. Dort ist es auch so, dass die Starter vom letzten Jahr ein Anrecht auf einen Startplatz im aktuellen Jahr haben. Dadurch wird es nochmal schwieriger, eine Startnummer zu erhalten. Berlin mit 42.000 und Kopenhagen mit 45.000 Teilnehmern sind die beiden größten Läufe. Prag hat eine schöne Strecke, weil die Hälfte davon durch die Altstadt führt. Es gibt viel Publikum. Der Lauf ist am Samstagvormittag. Dadurch ist die Stadt noch belebter als an einem Sonntag. Der Start dort war etwas Besonderes. Ich hatte einen Blick auf die Moldau und gleichzeitig wurde die Moldau-Sinfonie abgespielt. Das war einfach schön gewesen. Valencia hat eine Strecke, die nicht so attraktiv, aber dafür sehr schnell ist. Als gebürtiger Berliner hatte ich beim dortigen Halbmarathon viele Erinnerungen. Es ist auch ein Highlight, durch das Brandenburger Tor zu laufen. In Lissabon sind wir über die große Brücke gelaufen, die normalerweise für Fußgänger gesperrt ist. Sie wird nur einmal im Jahr für den Halbmarathon geöffnet. Der Start ist unter der Jesus-Statue. Danach läufst du über die Brücke und landest anschließend in einem Industriegebiet. Kopenhagen war sehr verregnet. Ich musste aufpassen, nicht ständig in Pfützen zu treten und habe deshalb wenig von der Strecke mitbekommen. Ich wollte nicht in einem Krankenhaus landen. Welche Zeiten bist du gelaufen? Ich bin nicht alle Läufe auf Anschlag gelaufen. Ich wollte nicht im Ausland in einem Krankenhaus landen. Außerdem wollte ich die Läufe auch genießen. In Prag bin ich den Halbmarathon in 1:50 h gelaufen. Mein schnellster Lauf war in Valencia. Dort bin ich 1:40 h gelaufen. Die anderen Läufe bin ich im Bereich von 1:42 bis 1:43 h gelaufen. Das war ein Tempo, das sich für mich gut angefühlt hat. Insgesamt bin ich bisher 23 Halbmarathons gelaufen. Meine Bestzeit beim Halbmarathon liegt bei 1:37 h. Wie bist du zu den SuperHalfs-Läufen gereist? Die Anreisen waren sehr unterschiedlich. Nach Prag bin ich mit dem Bus gefahren. Beim Lauf in Cardiff bin ich nach London geflogen und von dort aus mit dem Bus weiter gefahren. Nach Valencia und Lissabon musste ich fliegen. Für Kopenhagen und Berlin habe ich den Zug genommen. Wenn es möglich ist, versuche ich das Fliegen zu vermeiden. Nach Kopenhagen war ich acht Stunden mit dem Zug unterwegs. Wenn ich aber die Fahrt nach Frankfurt und die Wartezeiten im Flughafen einrechne, ist der Zeitunterschied nicht mehr so groß. Wann und wo hast du die SuperHalfs beendet? In Berlin am 29. März 2026. Ich gehörte zu den ersten 3.800 Läufern, die die Laufserie geschafft haben. Insgesamt sind zurzeit 150.000 Läufer registriert. Die Laufserie gibt es seit 2020. Sie wurde 2019 gegründet und wegen Corona auf Eis gelegt. Erst 2023 ging es dann aber richtig los. Die Briten sind laufbegeistert. Wie hat dir die Stimmung bei den Läufen gefallen? Am meisten überrascht war ich von Cardiff. Das ist eine Stadt, die normalerweise nicht so oft von Touristen besucht wird. Die Briten sind sehr laufbegeistert und die Stimmung an der Strecke war toll. Die Kinder sind auf Verkehrsinseln die Schilder hochgeklettert und haben die Läufer angefeuert. In Kopenhagen war es auch gut. Durch den Dauerregen waren aber nicht ganz so viele Zuschauer dabei. Die, die da waren, waren aber sehr engagiert. Von Berlin war ich etwas überrascht. Durch den großen Marathon fällt der Halbmarathon ja etwas ab und geht ein wenig unter. Aber es war trotzdem viel los. Wie war das Wetter bei den Läufen? In Prag war es 2024 der erste warme Tag im Jahr. Es waren zwar nur 20 bis 22° C. Zu diesem frühen Zeitpunkt im Jahr war die Wärme aber einfach ungewohnt. In Cardiff hatte es vor dem Lauf ein wenig geregnet. In Lissabon hatte es drei Tage durchgeregnet. Der Lauf selbst war zwar trocken, aber durch den vorherigen Regen war es sehr schwül. So ähnlich war es in Valencia am Anfang auch. Nach 10 Kilometern fing es an zu regnen. Im Kopenhagen gab es einen starken Platzregen. Der fing eine Stunde vorher schon an und ich war im Startblock schon komplett durchnässt. Berlin war der einzige Lauf mit normalen Wetter-Verhältnissen. Was haben dich die sechs Läufe gekostet? Valencia war aufgrund des Flugs und des Hotels am teuersten. Es kommt aber natürlich auch darauf an, wie lange du vor Ort bist. Ich bin jeweils freitags hingefahren und montags zurück. Dadurch habe ich einige hundert Euro mehr gezahlt. Im Schnitt hat mich jeder Lauf ungefähr 1.000 Euro gekostet. Das ist vergleichbar mit einem Wochenend-Trip nach London oder Paris. Über seine Laufbegeisterung Welchen Halbmarathon würdest du gerne noch laufen? Ich habe eine DIN A4-Liste mit Läufen, die ich gerne noch laufen möchte. Vor einigen Wochen bin ich den Halbmarathon in Paris gelaufen. Das war einer meiner Wunsch-Läufe. Ich will unbedingt noch in London laufen. Gerne auch den Marathon. Da ist die Wahrscheinlichkeit aber sehr gering, einen Startplatz zu bekommen. In Budapest oder irgendwo in Skandinavien würde ich auch gerne einen Halbmarathon laufen. Vielleicht in Göteborg. Den Great North Run in England will ich auch noch laufen. Ziele habe ich definitiv genug. Was ist deine Botschaft an die Lauf-Community? Das Wichtigste ist der Spaß beim Laufen. Ich bin natürlich ehrgeizig und es geht mir auch um eine gute Zeit. Aber glücklich macht einen das ja nicht. Deshalb ist mir meine Zeit inzwischen auch nicht mehr so wichtig. Ich freue mich, wenn ich gut ins Ziel komme. Dann bin ich zufrieden und es war ein guter Lauf für mich. Auch wenn es fünf Minuten länger gedauert hat als geplant. Jeder Lauf hat seine Geschichte. Mir ist es wichtig, aus der Verkrampftheit von Zeiten und Pace herauszukommen. Ich möchte mich auf das ursprüngliche Laufen konzentrieren und mich dabei wohlfühlen.
In diesem Jahr war ich bereits zum vierten Mal beim Neckar Run am Start. Der 10-Kilometer-Lauf ist ja etwas berüchtigt, weil es beim Start meist ein großes Gedränge gibt. In meinem Laufbericht erfahrt ihr, wie es in diesem Jahr für mich lief. Lang oder kurz? Auch in diesem Jahr bewegte sich das Thermometer beim Neckar Run um die 10°-Marke. Damit stellte sich für mich wieder die Frage: Soll ich mit langen oder kurzen Ärmeln laufen? Im letzten Jahr entschied ich mich für die langarmige Variante. Eigentlich hatte das auch gut geklappt. Trotzdem trug ich dieses Jahr mein kurzärmliges Parkrun-Shirt und eine kurze Hose. Auf dem Weg zum Start fror ich schon etwas. Mein Laufziel In meinem letzten Artikel über den Schriesheimer Matthaisemarktlauf hatte ich ja angekündigt, den Neckar Run in unter einer Stunde laufen zu wollen. Allerdings war mein letzter Tempolauf schon einige Monate her und außerdem gibt es bei diesem 10-Kilometer-Lauf ja immer beim Start ein großes Gedränge. Deshalb peilte ich für diesen Lauf eher eine Zeit von um die 60 Minuten herum an. Das Rennen Über 800 Läufer standen in diesem Jahr in dem Startblock. Auf dem schmalen Radweg passten lediglich vier Läufer nebeneinander. Dadurch ergab sich eine riesige Schlange und nach dem Startschuss ein großes Gedränge. Einige nutzten den angrenzenden Grünstreifen, um vor Ihnen liegende Läufer zu überholen. Nach 800 Metern kam eine leicht aufwärts führende Rampe. Dort trennte sich die Spreu vom Weizen und das Feld lichtete sich etwas. Trotzdem benötigte ich 6:14 Minuten für den ersten Kilometer. Nach der Überquerung der Friedrich-Ebert-Brücke führte die Strecke über den Weg am gegenüberliegenden Neckarufer. Auch dieser war schmal und bot wenig Möglichkeiten zum Überholen. Immerhin war ich mit 6:02 Minuten für den zweiten und 6:10 Minuten für den dritten Kilometer etwas schneller. Der Weg zurück führte über die zweite Neckarbrücke, die sich natürlich auf einer Anhöhe befand, was wieder etwas Zeit kostete. Für den vierten Kilometer brauchte ich 6:25 Minuten. Jetzt ging es wieder Richtung Start. Nach 5 Kilometern zeigte die Uhr 30:50 Minuten an. Damit war klar, dass es für eine Zeit von unter 60 Minuten nicht langen würde. Für die nächsten drei Kilometer brauchte ich wieder ungefähr jeweils 6 Minuten. Danach ging es wieder die Brückenauffahrt hoch. Mit 6:35 Minuten lief ich den langsamsten Kilometer des Tages. Auf den letzten Metern beschleunigte ich noch etwas und konnte einen anderen Läufer überholen. Meine Zielzeit lautete: 1:01:58 h. Mein Fazit zum Neckar Run 2026 Das war meine bisher langsamste Laufzeit beim Neckar Run. Da rächte es sich doch etwas, dass ich in den Wochen zu wenig trainiert und vor allem kein Tempotraining gemacht hatte. Beim Sandhofer Straßenlauf bin ich in diesem Jahr nicht am Start. Der nächste 10-Kilometer-Lauf ist Ende August in Rheinau. Hoffentlich läuft es dann besser für mich.
Der Schriesheimer Mathaisemarktlauf war mein erster 10-Kilometer-Lauf in diesem Jahr. In meinem Laufbericht erfahrt ihr, ob ich ihn erfolgreich absolviert habe. Wo liegt Schriesheim? Schriesheim liegt an der Badischen Bergstraße und hat ca. 15.000 Einwohner. Heidelberg ist acht und Mannheim 18 Kilometer entfernt. Unter Läufern ist die Stadt auch deswegen bekannt, weil dort jedes Jahr der Strahlenburg-Trail ausgerichtet wird. Was ist der Mathaisemarkt? Der Mathaisemarkt ist das erste Frühlings- und Weinfest in der Rhein-Neckar-Region. Er findet in diesem Jahr zum 445. Mal statt. Es handelt sich dabei um einen typischen Jahrmarkt. Es gibt ein großes Riesenrad und andere Fahrgeschäfte. Außerdem viele kleine Verkaufsstände mit Textilien, Süßwaren und kulinarischen Köstlichkeiten. Abseits des Festgeländes gibt es auch einige kulturelle Angebote. Ungewöhnlich ist, dass er zwei Termine hat. Der erste Teil des Festes geht vom 13. bis 17. März, der zweite Teil vom 20. bis 22. März. Anscheinend brauchen die Schriesheimer zwischendrin zwei Tage Pause, um sich von der Feierei zu erholen 🙂 Der Schriesheimer Mathaisemarktlauf Der Schriesheimer Mathaisemarktlauf führt zwar nicht durch das Festgelände, grenzt aber daran. Der Start ist vielleicht 200 Meter von den Festausläufern entfernt. Es gibt mehrere Distanzen. Ich habe mich für die klassischen 10 Kilometer entschieden. Die Strecke besteht aus einem Zwei-Kilometer-Rundkurs durch die Schriesheimer Altstadt, der fünfmal absolviert werden muss. Das Wetter Der Himmel war zwar stark bewölkt, es regnete aber nicht. Etwas ungewohnt war die niedrige Temperatur von 8° C. In den Tagen davor war es deutlich wärmer gewesen. Ich war etwas unschlüssig, ob ich die mitgebrachte Jacke anziehen sollte oder nicht. Letztendlich entschied ich mich dagegen und trug als Oberteil nur einen Laufpullover. Mein Zeitziel Wie bei meinen letzten Läufen, hatte ich mir auch diesmal wieder vorgenommen, die 10 Kilometer unter einer Stunde zu laufen. Da ich beim Parkrun Buddy Special in Heidelberg eine neue Jahresbestzeit gelaufen war, liebäugelte ich sogar mit einer Zeit von unter 59 Minuten. Der Lauf Die ersten 50 Meter führten steil nach oben. Dann kam eine Rechtskurve. Der weitere Weg führte durch die Schriesheimer Altstadt. Die nächste Linkskurve führte zu einer Gasse, die einen schönen Blick auf die Strahlenburg bot. Dann ging es rechts ab auf eine breite Straße. Nach dem Abbiegen erwischte mich eine Windbö von vorn. Ich bereute ein wenig, dass ich meine Laufjacke im Rucksack gelassen hatte. Mitten auf der Ideallinie parkte ein schwarzes Auto. Ich hoffe, der Fahrer war stolz darauf, dass er über 400 Läufern im Weg stand. Danach führte die Strecke nach rechts. Wir liefen einen kleinen Hügel hinab. Danach führte der Weg am OEG-Bahnhof vorbei. Nach 1,5 Kilometern gab es eine Pendelstrecke. Die Straße musste aufgeteilt werden und wurde dadurch sehr schmal. Zum Schluss ging es wieder 50 Meter steil nach oben. Ich lief unter dem Start- und Zielbanner hindurch. Damit war die erste Runde vorbei. Ich hatte sie in guten 11:34 Minuten geschafft. In der zweiten und dritten Runde lief ich mit einer Pace von durchschnittlich 5:50 Minuten/Kilometer weiter. Die vielen applaudierenden Zuschauer am Streckenrand motivierten mich dazu das Tempo zu halten. In der vierten Runde wurde ich aber langsamer. Meine Uhr zeigte nur noch eine Pace von 6:00 Minuten/Kilometer an. Ich ließ mich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. Die Kilometer 7 und 8 sind bei mir bei fast jedem 10-Kilometer-Lauf etwas langsamer. In der letzten Runde des Mathaisemarktlaufes konnte ich aber nicht mehr beschleunigen. Ich lief bis zum Ende eine 6:00-Pace. Nach einem kurzen Sprint den Hügel hinauf war ich im Ziel angekommen. Ein Blick auf meine Uhr zeigte eine Zeit von 1:00:00 h. Mein Fazit zum Mathaisemarktlauf Ups, das nennt man wohl eine Punktlandung. Oder war ich doch knapp unter den angestrebten 60 Minuten geblieben? Auf dem Nachhauseweg schaute ich mir die offizielle Ergebnisliste des Mathaisemarktlaufes an. Hinter meinem Namen stand eine Zeit von 59:55 Minuten. Ich hatte also mein Ziel knapp erreicht. Eine bessere Zeit verfehlte ich hauptsächlich dadurch, dass ich laut meiner Uhr 180 Meter zu viel gelaufen war. Vor dem Start wurde darum gebeten, den schnelleren Läufern Platz zu machen. Daran habe ich mich natürlich gehalten und deshalb einige Meter zu viel zurückgelegt. Das war aber nicht weiter tragisch. Mein Hauptziel hatte ich ja erreicht. Am 19. April bin ich für den Neckar Run in Mannheim angemeldet. Da will ich auf jeden Fall wieder eine Zeit von unter einer Stunde laufen.
Am Samstag nahm ich am Parkrun Buddy Special in Heidelberg teil. Was das ist und womit ich mich selbst überraschte, erfahrt ihr in meinem Laufbericht. Was ist ein Buddy Special? Beim Parkrun Buddy Special gibt es Läufer, die eine bestimmte Zeit laufen und denen sich andere Sportler anschließen können. Bei Marathons werden diese Läufer auch Pacemaker genannt. In Heidelberg findet das Buddy Special immer am ersten Samstag des mittleren Quartalmonats statt, also im Februar, Mai, August und November. Es gibt mehrere Buddys, die jeweils eine andere Zeit vorgeben. Das Buddy Special im November Letzten November hatte ich bereits beim Parkrun Buddy Special in Heidelberg mitgemacht. Damals hatte ich mir vorgenommen, den Parkrun in weniger als 28 Minuten zu laufen und mich dem 27:30-Buddy angeschlossen. Am Ende bin ich die Strecke in 27:36 Minuten gelaufen und hatte damit sogar eine persönliche Jahresbestzeit aufgestellt. Mein Zeitziel Obwohl ich schon längere Zeit kein Tempotraining mehr gemacht hatte, setzte ich mir das gleiche Ziel wie im November. Ich wollte dem 27:30er Buddy hinterherlaufen und den Parkrun in weniger als 28 Minuten laufen. Mit einer Verbesserung der November-Zeit rechnete ich nicht, da ich in letzter Zeit weniger trainiert hatte. Der Lauf Gleich nach dem Start setzte sich der Buddy für die 27:30 Minuten von mir ab. Nach 200 Metern hatte er bereits einen Abstand von 20 Metern auf mich herausgelaufen. War ich zu langsam? Konnte ich mein Zeitziel bereits nach wenigen hundert Metern abhaken? Ich schaute auf die Uhr. Sie zeigte mir eine Pace von 5:08 Minuten an. Das war deutlich unter der geplanten Zeit von 5:30 Minuten. Der Buddy lief also zu schnell los. Ich versuchte das Tempo zu halten und schaffte es immerhin, dass der Abstand sich nicht vergrößerte. Kurz vor der 1-Kilometer-Marke winkte der Buddy mich zu sich heran. Er war etwas langsamer geworden und ich konnte zu ihm aufschließen. Für den ersten Kilometer brauchten wir 5:32 Minuten. Insgesamt passte das Tempo also. Wir unterhielten uns ein wenig. Sein Name war Avi. Er stammt aus Indien und promoviert in Heidelberg. Trotz unserer Unterhaltung wurden wir etwas schneller und liefen den zweiten Kilometer in 5:22 Minuten. Kurz vor der zweiten Wende schlossen wir den dritten Kilometer ab. Mit 5:30 Minuten lagen wir genau im Plan. Eigentlich hatte ich ja damit gerechnet, dass der Kontakt zu Avi irgendwann abreißen würde. Aber bis dahin konnte ich problemlos mithalten. Für den vierten Kilometer brauchten wir 5:29 Minuten, lagen also weiterhin im Soll. Kurz danach liefen wir über eine leicht nach oben gewölbte Brücke. Trotz der kleinen Steigung hatte ich kein Problem das Tempo zu halten. Ich überholte Avi sogar und lief einige Schritte vor ihm. 500 Meter vor dem Ziel merkte ich, dass ich noch genügend Kraft hatte. Ich beschleunigte etwas und setzte mich deutlich von Avi ab. Die Parkrunner am Ziel feuerten mich an. Nach 27:23 Minuten überlief ich die Ziellinie. Mein Fazit zum Parkrun Buddy Special in Heidelberg Ich hatte mein Ziel, die Strecke in weniger als 28 Minuten zu laufen, also nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen. Außerdem lief ich nicht nur eine neue Jahresbestzeit für das Jahr 2026, sondern unterbot sogar meine Jahresbestzeit aus 2025. Mit einer solch guten Leistung hatte ich gar nicht gerechnet. Ich denke, dass das Parkrun Buddy Special in Heidelberg eine gelungene Veranstaltung war. Es war eine willkommene Gelegenheit am Jahresanfang meinen Leistungsstand zu überprüfen. Ich war also doch nicht so schlecht in Form, wie ich vor dem Rennen dachte. In diesem Jahr gibt es noch drei Ausgaben des Buddy Specials. Ich will auch dann dabei sein und werde versuchen meine Jahresbestzeit weiter zu verbessern.
Gestern bin ich meinen 200. Parkrun gelaufen. Damit habe ich alleine bei dieser Veranstaltung 1.000 Kilometer zurückgelegt. Am 24. November 2018 bin ich meinen ersten Parkrun gelaufen. Seitdem ist einiges passiert. Es gab eine Pandemie und ich hatte Verletzungen. Aber abgesehen davon bestand mein Samstagsmorgen-Ritual meistens darin, dass ich mit dem Fahrrad zum Mannheimer Strandbad fuhr, um Lauffreunde zu treffen und beim Parkrun mitzumachen. Die einzelnen Starts waren sehr unterschiedlich. Meinen schnellsten Parkrun lief ich am 22. Februar 2020. In nur 22:31 Minuten war ich im Ziel. Wenn ich als Schlussbegleitung oder Parkwalker aktiv war, habe ich für die fünf Kilometer allerdings auch mal länger als eine Stunde gebraucht. Die meisten Parkruns lief ich in Mannheim-Neckarau. Ich war aber auch an 21 weiteren Standorten am Start. Meinen nördlichsten Parkrun lief ich am Bremer Unisee, den südlichsten finishte ich in München-Riemer. Meine beste Platzierung war ein sechster Platz. Nicht so gut lief es beim Berliner Parkrun Hasenheide. Dort landete ich auf dem 599. Platz. 2019 waren einen Tag vor dem Berlin-Marathon über 700 Parkrunner am Start. Soweit ich weiß, ist das bis heute die zweitgrößte Teilnehmerzahl bei einem deutschen Parkrun. Mein ungewöhnlichster Parkrun Meinen ungewöhnlichsten Parkrun lief ich im August 2021 in Speyer. Ich trainierte für den Berlin-Marathon und brauchte Laufkilometer. Deshalb stand ich morgens um 6 Uhr auf und lief die Strecke von Mannheim nach Speyer. Eigentlich sind das 23 Kilometer. Durch einen ungeplanten Umweg verlängerte sich die Strecke auf 27 Kilometer. Ich kam eine Minute vor dem Start beim Speyerer Parkrun an. Ich hatte also keine Zeit zur Erholung. Trotzdem lief ich die 5 Parkrun-Kilometer durch und war an dem Tag über 30 Kilometer gelaufen. Mein nächster Meilenstein Der nächste Meilenstein liegt bei 250 Starts oder 1.250 Kilometern. Mir fehlen also noch 50 Parkruns, die ich wahrscheinlich Anfang 2027 erreicht haben werde. Eins ist aber sicher. Ich werde auch bei den fehlenden Parkruns noch einiges erleben und viele Lauffreunde treffen.
Normalerweise starte ich am Jahresende beim Silvesterlauf in Schifferstadt, aber dieses Jahr sollte es was Besonderes sein. Ich fuhr zur Mosel, um beim traditionsreichen Trierer Silvesterlauf mitzulaufen. Meine Anmeldung Eigentlich hatte ich ja schon länger geplant, mich beim Trierer Silvesterlauf anzumelden. Aber irgendwie kam immer was dazwischen. Ich schaffte es tatsächlich erst am 21. Dezember. Zu dem Zeitpunkt war der Hauptlauf allerdings schon ausgebucht. Das war aber nicht so tragisch. Es gab ja noch einen Männerlauf, der mit einer Distanz von 5 Kilometern genauso lang wie der Hauptlauf war. Mein erster Männerlauf Frauenläufe gibt es ja viele, aber von einem reinen Männerlauf hatte ich noch nie gehört. Ein wenig Bedenken hatte ich ja schon. Wimmelt es dort etwa von testosterongestählten Männern, die um jede Sekunde kämpfen? Wird dort mit dem Ellenbogen um jede Platzierung gerungen? Werden andere Männer zur Seite geschubst, wenn sie einem Läufer im Weg sind? Wo ist die Startnummernausgabe? Als ich kurz vor dem Hauptmarkt war, wo der Trierer Silvesterlauf stattfand, fragte ich einen Helfer nach der Startnummernausgabe. Er meinte, ich solle nach links gehen. Einige Meter weiter meinte ein anderer Helfer, ich solle geradeaus gehen. Als ich am Hauptmarkt war, fragte ich eine junge Helferin nach der Startnummernausgabe. Sie wusste es nicht, weil sie zum ersten Mal dabei war. Inzwischen war ich im Zielbereich angelangt. Dort fragte ich einen Mann von der Security. Er hatte keine Ahnung, verwies mich aber zur Bühne. Dort fragte ich eine Helferin. Sie wusste es nicht, rief mir aber einen anderen Helfer. Der erklärte mir, ich solle zum Dom gehen. Der Weg zur Ausgabe wäre genau ausgeschildert. Auf dem Weg dorthin traf ich einen Läufer mit einer Startnummer. Er verwies mich auf den Weg links neben dem Dom. Irgendwo dahinter wäre eine Schule. Dort könnte ich meine Startnummer abholen. Als ich am Dom vorbeiging, war auf der Straße ein Schild befestigt, dass auf den Weg zur Ausgabe hinwies. Hinter dem Dom traf ich drei Läuferinnen, die mir die Schule zeigten. Dort angekommen, bekam ich endlich die begehrte Startnummer für den Trierer Silvesterlauf 🙂 Mein Zeitziel Die 5-Kilometer-Distanz laufe ich ja regelmäßig beim Parkrun. Dort lag meine Jahresbestzeit bei 27:36 Minuten. Ich nahm mir vor, den Trierer Silvesterlauf unter 28 Minuten zu laufen. Vielleicht schaffte ich am letzten Tag des Jahres auch noch eine neue Jahresbestzeit. Der Lauf Der Trierer Silvesterlauf startete am Hauptmarkt. Es waren insgesamt 5 Runden à 1 Kilometer zu laufen. Die trapezförmige Strecke führte durch die Trierer Altstadt. Über 450 Männer waren angemeldet. Vor mir im Startblock stand ein junger Mann mit zwei verschiedenfarbigen Schuhen. Als ich ihn darauf ansprach, meinte er, dass er die Schuhe so gekauft hätte 🙂 Nach dem Startschuss gab es ein kurzes Gedränge, das aber nicht schlimmer war als bei anderen Läufen. Die ersten Meter führten über Kopfsteinpflaster. Die Strecke war feucht, aber nicht rutschig. Ich hatte mich in der Mitte des Startblocks einsortiert. Trotzdem wurde ich auf den ersten 300 Metern überraschend oft überholt. Anscheinend waren einige schnelle Läufer im hinteren Bereich des Feldes gestartet. Nach 400 Metern bog die Strecke links ab. Dort stand eine Musikgruppe. Nach weiteren 150 Metern folgte die zweite Linkskurve. Es ging zurück Richtung Start. Für die erste Runde hatte ich 5:39 Minuten gebraucht. Das war etwas langsamer als geplant. Überall an der Strecke standen Menschen und feuerten die Läufer an. Es war eine tolle Stimmung. Die zweite Runde lief ich in 5:26 Minuten. Das sah schon besser aus. Vielleicht war die Jahresbestzeit noch drin. Auf der dritten Runde fiel mir ein kleines Mädchen auf, das vor mir lief. Sie hatte sich anscheinend auf die Strecke geschmuggelt. Für die dritte Runde brauchte ich 5:29 Minuten. Der Start war um 16:40 Uhr gewesen. Da dämmerte es bereits. Inzwischen war es dunkel geworden. Die Strecke war aber gut beleuchtet. Nach weiteren 5:29 Minuten hatte ich auch den vierten Kilometer geschafft. Jetzt mobilisierte ich die letzten Kräfte. Noch einmal lief ich an der Sprecherin vorbei, die alle Läufer anfeuerte. Die letzte Linkskurve. Ich gab nochmal alles und überquerte nach 27:45 Minuten die Ziellinie. Mein Fazit zum Trierer Silvesterlauf Meine Jahresbestzeit hatte ich um neun Sekunden verpasst. Das war aber nicht weiter tragisch. Eigentlich war ich mit meiner Zeit beim Trierer Silvesterlauf zufrieden. Am Tag danach besuchte ich in Trier noch den Mattheiser Weiher und lief beim Parkrun mit. Was ich dort erlebt habe, schildere ich in der nächsten Ausgabe des Newsletters, die voraussichtlich in der nächsten Woche an die Abonnenten verschickt wird.
Beim Nikolauslauf in Bad Schönborn 2025 waren neben mir über 500 weitere Läufer am Start. Den heiligen Nikolaus hat aber keiner von ihnen gesehen. Kein Wunder, schließlich fand der Lauf erst am 7. Dezember statt. Vor dem Start Im letzten Newsletter hatte ich bekannt gegeben, dass ich mich zum ersten Mal für den Nikolauslauf Bad Schönborn angemeldet habe. Das war allerdings nicht richtig. Durch Zufall bin ich auf meinen Laufbericht vom Nikolauslauf 2022 gestoßen. Eigentlich hätte mir der Lauf auch in Erinnerung geblieben sein müssen. Nach dem Rennen blieb die Dusche nämlich kalt und in der Umkleidekabine gab es einige böse Worte deswegen. Aber Schwamm drüber. Ich kann schon mal vorab verraten, dass in diesem Jahr warmes Wasser aus den Duschhähnen strömte 🙂 Kein Zeitziel Wie vor drei Jahren setzte ich mir auch diesmal kein Zeitziel. Der Nikolauslauf in Bad Schönborn bietet nämlich einige steile Hügel. Deshalb rechnete ich auch nicht mit einer Zeit von unter 60 Minuten. Der Lauf Der Start war vor der Schönbornhalle. Nach dem etwas überraschend kommenden Startschuss führte der erste Kilometer durch den Ort. Danach wurde es matschig. Die Strecke führte nämlich über einen Feldweg Richtung Wald. Auf dem halben Weg dorthin überholte uns ein Läufer mit einem Kostüm, das zur einen Hälfte aus einem Nikolaus und zur anderen Hälfte aus einem Rentier bestand. Das veranlasste eine Läuferin vor mir zu diesem amüsanten Kommentar: Klar, dass du mit deinem Rentier schneller bist. Läuferin beim Nikolauslauf in Bad Schönborn Für die ersten beiden Kilometer brauchte ich 11:47 Minuten. Das ließ sich doch gut an. Nach drei Kilometern kam aber die erste, langgezogene Steigung. Ich lief langsam hoch. Kurz danach kam der zweite Hügel. Kaum hatte ich mich davon erholt, kam schon die dritte heftige Steigung. Insgesamt führte das zu einer sehr mittelmäßigen 5-km-Zeit: 31:19 Minuten. Eigentlich ist die Phase zwischen dem 6. und 7. Kilometer immer der Moment, in dem ich das Tempo etwas herausnehmen muss. Dass es diesmal anders war, lag ganz einfach daran, dass die Strecke nach den langen Abstiegen abwärts führte. Danach verließen wir den Wald. Es wurde also erneut schlammig. Nach 8 Kilometern erreichten wir wieder den Ort. Zwei Läuferinnen überholten mich und bedankten sich bei mir, dass ich ihnen (ungewollt) Windschatten gewährt hatte. Ich äußerte meine Vermutung, dass sie mich jetzt bestimmt abhängen würden. Dagmar und Katharina, so stellten sich die beiden Läuferinnen vor, versicherten mir, dass sie das auf keinen Fall tun würden. Der letzte Streckenkilometer führte über die asphaltierte Hauptstraße von Bad Schönborn. Ich konnte also etwas Zeit gutmachen und überquerte nach 1:01:26 h die Ziellinie. Dagmar und Katharina waren 10 Sekunden vor mir im Ziel. Mein Fazit zum Nikolauslauf in Bad Schönborn Nach dem Rennende ging ich zur Verpflegungsstelle und gönnte mir einige Becher heißen Tee. Eigentlich war ich mit meiner Leistung ganz zufrieden. Eine Zeit von unter einer Stunde war bei diesen heftigen Anstiegen sowieso nicht realistisch gewesen. Ich betrachtete meine Schuhe, die sehr verschlammt waren. Auf einmal fiel mir auf, dass ich die falschen Laufschuhe trug. Normalerweise trage ich bei den Rennen meine leichten Brooks. Diesmal hatte ich beim Anziehen zu den falschen Laufschuhen gegriffen. Ich trug meine anderen Brooks-Schuhe, die zwar gut gedämpft, aber auch 100 Gramm schwerer sind. Da sie beide weiße Sohlen haben, hatte ich sie in der Eile verwechselt. Jetzt ärgerte ich mich doch ein wenig über mich. Mit den richtigen Schuhen wäre vielleicht doch eine Zeit von unter einer Stunde drin gewesen. Dieses Erlebnis zeigte mir aber auch, dass man als Läufer nie auslernt und es den perfekten Lauf einfach nicht gibt. Obwohl ich schon zig Rennen gelaufen bin, passierte es mir zum ersten Mal, dass ich bei einem Wettbewerb die falschen Schuhe trug.
Die beliebte Parkrun-App 5k bietet verschiedene Challenges an. Am Wochenende habe ich eine geschafft, die ich lange Zeit nicht auf dem Schirm hatte. In der Parkrun-App 5k gibt es über 30 verschiedene Challenges. Einige erreicht man eher nebenbei. Andere benötigen etwas Planung. So schaffte ich im Juni 2024 den Parkrun-Touristik-Streak für den ich nacheinander fünf verschiedene Parkrun-Standorte besucht habe. Sieben Standorte für die PARKRUN-Challenge Deutlich aufwändiger ist die PARKRUN-Challenge. Dafür müssen 7 Standorte besucht werden, deren Namen mit einem der sieben Buchstaben des Wortes Parkrun beginnt. Gut, einen Buchstaben bekam ich quasi geschenkt, weil mein Heimat-Parkrun-Standort ja Neckarau ist. Damit hatte ich das N mit meinem ersten Parkrun geschafft. Danach passierte fünf Jahre nichts Zählenswertes. Im April 2023 besuchte ich Stuttgart und sicherte mir mit der Teilnahme am Rosensteinpark-Parkrun das erste R. Zwei Monate später war ich in Göttingen. Dort nahm ich am Kiessee-Parkrun teil und erwarb mit dem K meinen dritten Buchstaben für die Challenge. Im Rahmen meines Touristik-Streaks war ich im letzten Jahr in Graben-Neudorf am Prestelsee. Mit dem Start bei diesem Parkrun wurde mir das P in die Datenbank eingetragen. Im April dieses Jahres war ich in Bremen und nahm am Unisee-Parkrun teil. Mein Start sicherte mir das begehrte U. Dieser Buchstabe ist deshalb so interessant, weil es in Deutschland lange Zeit nur einen einzigen Standort mit diesem Anfangsbuchstaben gab. Wer die PARKRUN-Challenge schaffen wollte, musste also nach Bremen reisen. Seit Anfang Oktober gibt es mit dem Uerdinger-Stadtpark-Parkrun allerdings eine Alternative dazu. Anfang November war ich in München. Dort gibt es ja zwei Parkruns zur Auswahl. Ich startete natürlich beim Riemer-Parkrun und sicherte mir damit das zweite R. Am vergangenen Freitag besuchte ich ein Fußballspiel in Mönchengladbach und hatte am Tag danach die Auswahl unter vier Parkruns, die in der Nähe lagen: Ihr könnt euch sicherlich denken, wo ich teilgenommen habe 😁 Mit dem A hatte ich alle Buchstaben des Wortes PARKRUN gesammelt und damit nach sieben Jahren die Challenge geschafft. Abgesehen von dem Parkrun am Prestelsee habe ich die jeweiligen Städte aber nicht extra wegen der Buchstaben besucht, sondern war immer zufällig dort oder zumindest in der Nähe. Liste aller deutschen Parkruns Auf der Parkrun-Website gibt es ja eine weltweite Übersicht über alle Standorte. Zum Sammeln von Buchstaben ist diese Karte aber nicht so gut geeignet, weil es keine alphabetische Sortierung gibt. Viel besser gefällt mir die Seite Parkruns in Deutschland, die auch regelmäßig aktualisiert wird. Dort könnt ihr bequem nach den fehlenden Buchstaben für eure PARKRUN-Challenge suchen.
Vor einer knappen Stunde habe ich den Newsletter für den November 2025 verschickt. Darin habe ich meinen Abonnenten geschildert, wieso ich wegen meines Starts beim Parkrun in München zu spät zu einer Tagung kam. Außerdem habe ich verraten, bei welchem Lauf ich als Nächstes starten werde und welche Zielzeit ich mir vorgenommen habe. Wenn ihr auch gerne meinen Newsletter lesen würdet, könnt ihr ihn abonnieren, in dem ihr eure Daten in dieses Formular eintragt: Das Abonnieren des Newsletters ist natürlich kostenlos.