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Humorvolles in Wort und Bild sowie oft mit Ton und Video

Nur Doofe verkaufen ein Buch für 1 Cent


Immer wieder wundere ich mich darüber, dass manche Leute bei Amazon ein gebrauchtes Buch für nur 1 Cent verkaufen. Ich wollte mal wissen, was sie dabei verdienen und habe testweise ein gebrauchtes Taschenbuch für 1 Cent verkauft. Das Ergebnis:


Amazon erstattet für diesen Verkauf 3 Euro. Das ergibt 3,01 Euro für mich. Davon zieht Amazon 2 Euro Gebühren ab. Es bleiben nun 1,01 Euro für mich. Davon gehen 0,38 Euro für die Umsatzsteuer ab. Die restlichen 0,63 Euro werden bei einem Verkauf auf mein Konto überwiesen. Das Taschenbuch schicke ich als Büchersendung für 1 Euro an den Käufer. Nun habe ich 0,37 Euro Verlust. Dieser Verlust ist in Wirklichkeit noch höher, weil ich das Taschenbuch in einer Luftpolstertasche zum Stückpreis von rund 0,20 Euro versende.

Man muss also ganz schön doof sein, wenn man ein Buch für 1 Cent verkauft!

Kaffeetrinken bei der Post

Von Ernst Probst


Einen vielleicht auf den ersten Blick interessanten Vorschlag machte heute ein Kunde bei der Poststelle in meinem Wohnort: Man solle doch den wartenden Kunden einen warmen Kaffee anbieten, meinte der Mann. Er musste allerdings gar nicht warten, sondern hielt mit einem anscheinend komplizierten Wunsch den Betrieb an einem von zwei Schaltern auf. Weil ich gebührenden Abstand hielt und auch noch schlecht höre, bekam ich nicht mit, was sein Begehr war. Als der Leiter der Poststelle vorbei kam, wünschte der Kunde erneut einen Kaffee. Heutzutage habe doch jeder eine Kaffeemaschine, es sei doch gar kein Problem, Kaffee zu servieren, schob der Mann nach. Der Leiter der Poststelle antwortete, auf der anderen Straßenseite befinde sich eine Kaffee-Rösterei, in dem man gegen Bezahlung viele Sorten Kaffee trinken könne. Als der Postkunde trotzdem weiter auf kostenlosem Kaffee in der Poststelle bestand, meinte der Leiter, eigentlich müssten die Kunden einen Kaffee für das Personal der Poststelle mitbringen. Daraufhin fragte ich – inzwischen am zweiten Schalter angekommen – eine junge Angestellte in der Poststelle, ob ich ihr beim nächsten Mal Kaffee oder Tee mitbringen soll. Damit stieß ich angesichts meines reifen Alters auf kein Interesse und bekam keine Antwort.

Nachdem ich die Poststelle verlassen hatte, fiel mir ein, wie blöd der Vorschlag, in der Post kostenlos Kaffee zu trinken, war. Wenn jeder Kunde dort Kaffee trinken würde, müsste man sicherlich merklich länger als ohne Kaffee vor dem Schalter warten. Da die Kunden wohl keine Lust hätten, ihre Kaffee-Tasse selbst zu spülen und abzutrocknen, bliebe diese Aufgabe am Personal der Poststelle hängen. Die Post müsste sicherlich ihre Gebühren für Briefe, Päckchen und Pakete erhöhen, um den kostenlosen Kaffee-Service zu finanzieren. Dies würde aber Kunden verärgern, die in der Poststelle lieber Tee, Limonade, Bier oder gar nichts trinken wollen. Auch der Vorschlag des Leiters der Poststelle, die Kunden sollten Kaffee für das Personal mitbringen, erschien mir nach einigem Nachdenken ungeeignet. Welche Kaffee-Sorte sollten die Kunden denn mitbringen? Wie bekäme es dem Personal, wenn es an jedem Arbeitstag bis zu 100 Tassen Kaffee trinken müsste? Bestünde nicht die Gefahr, dass manche Kunden den Kaffee mit Alkohol oder Schlaftabletten mixten? Ich persönlich habe nach dem Besuch der Poststelle zu Hause eine Tasse Kaffee genossen, den die beste Kaffee-Köchin, die ich kenne, zubereitet hat. Dort musste ich nicht mit der linken Hand ein Paket oder sogar zwei und in der rechten eine Tasse mit Kaffee halten. Daheim bestand auch keine Gefahr, dass mir der angebotene Kaffee nicht schmecken würde. Niemand würde mich von hinten mit Kaffee bekleckern und ich würde dies nicht mit meinem Vordermann bzw. meiner Vorderfrau tun.


Ernst Probst ist Autor des Taschenbuches "Zeitgenossen im Visier".
Bestellungen bei:

https://www.amazon.de/Zeitgenossen-im-Visier-25-Glossen/dp/1522740015/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1475915065&sr=8-1&keywords=Zeitgenossen+im+Visier

Geld ja, Arbeit nein

Viele hätten gern das Geld anderer,

aber nicht ihre Arbeitsstunden.


Ernst Probst, Wiesbadener Journalist

Ohne Arbeit zu Reichtum

Erstaunlich viele Leute glauben,


dass man auch ohne Arbeit

zu Reichtum gelangen kann.


Ernst Probst, Wiesbadener Journalist

Den Lohn neidet man oft

Den Lohn neidet man oft,

die Arbeit dagegen fast nie.


Ernst Probst, Wiesbadener Journalist

Erfolg wollen viele

Erfolg wollen viele,
aber mir wenige wollen dafür hart arbeiten.

Ernst Probst, Wiesbadener Journalist

Mitttelmäßige Leute

Mittelmäßige Leute
mögen oft nur ihresgleichen.

Ernst Probst, Wiesbadener Journalist

Besser wissen es viele

Besser wissen es viele,
besser können es wenige.

Ernst Probst, Wiesbadener Journalist

Wenn jemand gegen etwas kämpft

Wenn jemand gegen etwas kämpft,
muss er häufig die eigenen Leute,
die nur tatenlos zuschauen,
am meisten fürchten.

Ernst Probst, Wiesbadener Journalist

Krisenzeiten

In Krisenzeiten braucht man Leute
mit klarem Kopf und mit viel Geduld
und keine ungeduldigen Panikmacher.

Ernst Probst, Wiesbadener Journalist

Die Märkte sind wie ein Haufen kleiner Kinder

Die Märkte sind wie ein Haufen kleiner Kinder,
die ständig übertreiben oder untertreiben
und überhaupt keine Geduld haben.

Ernst Probst, Wiesbadener Journalist

Talkshows lösen keine Probleme

Talkshows lösen keine Probleme,
sondern schaffen oft neue.

Ernst Probst, Wiesbadener Journalist

Die flotteste Zunge

Die flotteste Zunge haben diejenigen,
die ihre Hände nicht bewegen wollen.

Ernst Probst, Wiesbadener Journalist

Nicht muss der Held mehr fürchten

Nicht muss der Held mehr fürchten,
als die Feiglinge in den eigenen Reihen.

Ernst Probst, Wiesbadener Journalist

Auch wer nichts tut

Auch wer nichts tut,
tut etwas,
wenngleich nicht viel,
nämlich nichts.

Ernst Probst, Wiesbadener Journalist

Vorurteile

Vorurteile haben eine lange Haltbarkeit.

Ernst Probst, Wiesbadener Journalist

Bessere Menschen

Manche Leute halten sich schon für bessere Menschen,
nur weil sie eine bestimmte Partei wählen.

Ernst Probst, Wiesbadener Journalist

Buchautor und Buchleser

Ein Buchleser
kann sich den Autor aussuchen,
ein Buchautor
den Leser dagegen nicht.

Ernst Probst, Wiesbadener Journalist

Zufall

Ob jemand für seine Verdienste
geehrt wird oder nicht,
das hängt oft nur vom Zufall ab

Ernst Probst, Wiesbadener Autor

Schimpfen

Mancher beschimpft am liebsten diejenigen,

von deren Geld er lebt.


Ernst Probst, Wiesbadener Journalist